Warum legt denn die Kirche auf die Verantwortung der Eltern für die Taufe ihres Kindes solchen Wert?
Taufe ist mehr als ein Familienfest.
Die Kirche kann Kinder nur verantwortlich taufen, wenn sie davon ausgehen kann, dass das Hineinwachsen des Kindes in Glaube und Gemeinde auch unterstützt und bejaht wird.
Dies ist natürlich eine Aufgabe der gesamten Gemeinde, mit der insbesondere auch die Paten betraut sind. Dennoch ist deutlich, dass die primären Bezugspersonen auch für die Einladung zum Glauben die Eltern sind. Ihnen kommt daher eine besondere Rolle zu.
Oftmals können wir aber heute diese Verantwortung von den Eltern nicht mehr erwarten, allerdings oft die Bereitschaft, einer christlichen Begleitung nicht im Wege zu stehen und sich gegebenenfalls selbst mit auf den Weg zu machen.
Taufe kann so zu einem grundlegenden Bezugspunkt für den Gemeindeaufbau werden und auch für kirchenfremde Eltern der Anfang eines Weges hin zum Glauben sein.
Solche Anknüpfungspunkte nicht zu zerstören und Eltern hier nicht zu verunsichern wird ein wichtiges Anliegen sein.
Unsere Lebensordnung schreibt vor, dass der Taufe Erwachsener eine Taufunterweisung vorausgeht. Vielleicht können Sie in ihrer Gemeinde ähnliche Angebote auch für kirchenfremde Eltern von Kindern, die getauft werden sollen, machen.
