Vom „JAhr zur Taufe“ zum JA zur Taufe
Die Pommersche Evangelische Kirche hat am Sonntag nach Ostern das „JAhr zur Taufe“ eröffnet. Dieser Sonntag hat den Namen „Quasimodogeniti“, übersetzt: wie die neugeborenen Kinder. Davon ist auch das Motto der Aktion abgeleitet: „wie neugeboren.“
„Das Thema, dem wir uns mit dem "JAhr zur Taufe" stellen, ist eine enorme theologische und seelsorgliche Herausforderung für uns als Kirche und Gemeinden heute,“ stellt Kirchenrat Matthias Bartels fest. „Es geht ja nicht darum, einen alten, früher volkstümlichen Brauch wieder zu beleben. Es muss uns vielmehr darum gehen, Menschen zu einer tragfähigen und belastbaren Beziehung zu Jesus Christus zu verhelfen, den Zuspruch und den Anspruch des Evangeliums mit der Biographie von Menschen zu verbinden.“
Das „JAhr zur Taufe“ soll drei Teile haben: 2009/10 sollen sich die Gemeinden, Dienste und Werke mit dem Thema Taufe befassen. 2011 soll das eigentliche „JAhr zur Taufe“ stattfinden, „in dem wir das Geschenk der Taufe öffentlich ins Bewußtsein rufen,“ sagt Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit und 2012-2014 sollen entdeckte Veränderungsmöglichkeiten umgesetzt und eine tauforientierte Gemeindeentwicklung in Gang gesetzt werden.
Bischof Abromeit sagte zur Begründung der Aktion: „Wir müssen uns angesichts aller Strukturdebatten und aller Routine fragen, was uns trägt. Wir wollen uns nun mehrere Jahre Zeit nehmen, neu zu lernen, aus der Taufe zu leben und zur Taufe einzuladen.“
Rainer Neumann
