Aufgeschoben – aufgehoben?

 

Zum verantwortlichen Umgang mit dem Sakrament der Taufe kann auch gehören, zum Aufschub der Taufe zu raten. Dies ist sicher auch eine kirchenrechtliche Frage, vor allem aber ein seelsorgliches Problem. Denn Menschen, die ihr Kind zur Taufe anmelden, zumal wenn sie selbst keiner Kirche (mehr) angehören, haben ja oft schon eine hohe Schwelle dadurch überwunden, dass sie ihr Anliegen überhaupt vorbringen. Sie dürfen erwarten, dass ihnen weitergeholfen wird.

 

Ohne solche weiterführenden Angebote des Hineinwachsens in Glauben und Gemeinde sollte ein Taufaufschub daher nicht vermittelt werden. Es wäre für die Zukunft gut, wenn in jeder Gemeinde, zumindest in jeder Region, solch ein regelmäßiges Angebot z.B. in Form von Glaubensseminaren besteht.