Taufanfrage per E-Mail

 

Das Internet ist heute für die meisten das Medium, um schnell Auskunft zu erhalten. Auch über die Taufe wird man dort auf den Seiten wikipedia, ekd, velkd, kirche-mv umfassend und durchaus unterschiedlich unterrichtet. Auch die Mailadresse der Kirchgemeinde ist zu erfahren.

 

So erreichte mich im Mai folgende Anfrage: „Liebe Pastorin… Ich habe im Januar meine kleine Tochter bekommen und möchte sie noch dieses Jahr taufen lassen. Dazu habe ich mich im Internet informiert und glaube nun, dass ich dabei Probleme haben werde. Vielleicht können Sie mir dabei weiter helfen.

1. Ich selbst bin getauft und konfirmiert. Leider war ich bisher in der Ausbildung (Studium) und habe deshalb keine Kirchensteuer oder Kirchgeld entrichtet.

2. Mein Mann ist nicht in der Kirche (nicht getauft etc.)

3. Suche ich einen Paten. Unsere Eltern sind bereits aus der Kirche ausgetreten. Vielleicht könnte meine Schwester Patin werden, da sie getauft ist, aber nicht konfirmiert?

Es wäre schön, wenn Sie sich bei mir melden könnten, denn ich möchte wirklich gern, dass meine Tochter getauft wird. Sie erreichen mich am besten über meine E-Mailadresse.“

 

Sie und auch ihre Schwester stellten sich nach einem Blick in die Gemeindekartei als ganz normale Gemeindeglieder heraus. Die Taufgespräche waren erfrischend und anregend. Sie hatte Gründe, dass ihr die Taufe „wirklich“ wichtig war. Warum herrscht der Eindruck, ein Taufwunsch mache ganz viel Probleme für die Kirche?

 

Irene de Boor, Ludwigslust



 

Aus Mecklenburgische & Pommersche Kirchenzeitung vom 9. Januar 2011