Brief der Kirchenleitung zur Eröffnung des Jahres der Taufe 2011



Tauffünte Rödlin

 

„Siehe, da ist Wasser; was hindert's, dass ich mich taufen lasse?“

(Apostelgeschichte 8,37)

 

 

Liebe Schwestern und Brüder,

das Jahr 2011 wird in unserer Landeskirche als „Jahr der Taufe“ begangen. Innerhalb der Reformationsdekade 2008-2017 kann in den Evangelischen Kirchen in Deutschland so ein besonderer Schwerpunkt zum Thema „Reformation und Freiheit“ gesetzt werden, denn die Taufe begründet unsere christliche Freiheit.

Wir ermutigen Sie, in dem Jahr in den Kirchgemeinden, Propsteien, kirchlichen und diakonischen Einrichtungen und Werken einen Schwerpunkt im Informieren und Einladen zur Taufe zu setzen.

 

„Wir verstehen die Taufe als Beginn des Weges mit Gott in der Gemeinschaft der Gläubigen. Wir erleben die Gnade und Zusage Gottes in der Taufe als Schatz für unser Leben “, so überschreibt die von der Kirchenleitung berufene Arbeitsgruppe die Ziele für das Jahr der Taufe in Mecklenburg:

 

„Im Jahre 2011 machen wir Menschen auf die Taufe aufmerksam. Wir ermutigen zur Taufe. Wir beziehen die Erfahrungen anderer evangelischer Kirchen ein.

Es soll ein reger Austausch und eine Vernetzung zum Thema stattfinden. Beispiele guter Praxis werden für alle zugänglich gemacht.

Kirchgemeindemitglieder, ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende erhalten Möglichkeiten zur Weiterbildung und Anregungen zum Themenfeld Taufe. Ein Ziel ist es, darüber sprachfähiger zu werden.

In den Propsteien sind Ausstellungen geplant, die das Thema Taufe für kirchennahe und kirchenferne Menschen in den Blick rücken.

Wir wollen Antworten auf familiäre und gesellschaftliche Herausforderungen wie Alleinerziehende und Patchworkfamilien finden. Neue Formen, wie beispielsweise Tauffeste feiern, werden gestaltet.

Im Jahr der Taufe werden verstärkt verbindliche Angebote für ungetaufte Mitarbeitende in diakonischen Einrichtungen, Evangelischen Schulen und Kindertagesstätten in kirchlicher Trägerschaft unterbreitet. Sie können in Gesprächen oder gezielten Taufseminaren die Taufe als Beginn ihres Weges mit Gott entdecken.

Taufhindernisse und offene Fragen werden in dem Jahr gesammelt werden. Unsere Hoffnung ist es, sie zu lösen und zu beantworten in praxisnahen, einfacheren Regelungen.“

 

Nicht alles wird an allen Orten möglich sein. Wir bitten Sie, für Ihren Bereich zu überlegen, wo Sie Schwerpunkte setzen:

In der Einladung zu Tauferinnerungsgottesdiensten oder dem Aufbau einer Ausstellung, im Glaubenskurs oder bei einem Tauffest, in einem Projekt mit Kindereinrichtungen oder Schulen oder in der Begleitung Alleinerziehender.

Die Eröffnung des Jahres der Taufe in zahlreichen Gottesdiensten am 1. Sonntag nach Epiphanias, den 9. Januar 2011, kann ein Anstoß werden in der Gemeinde und darüber hinaus über die Taufe ins Gespräch zu können. Die Frage: „Was hindert es, dass ich mich oder dass wir unser Kind taufen lassen?“ wird in Erinnerung an die Taufe Jesu im Jordan und später die des Äthiopiers am Weg von Jerusalem nach Gaza dann zu einem Ja zur Taufe führen.